Worum es geht
Eine pneumatische Biegevorrichtung biegt Bleche um eine Kante. Der Klemmzylinder -MM1 hält das Blech über einen Kniehebel fest, der Biegezylinder -MM2 biegt es um 90°. Beide werden über 5/3-Wegeventile mit gesperrter Mittelstellung angesteuert (-QM1, -QM2), Reedkontakte melden die Endlagen, der Materialsensor -BG1 das Blech. Bedient wird mit beiden Händen am Pult, daneben sitzen die Leuchten -P1 (Bereit), -P2 (Fertig) und -P3 (Zeit).
Bedienen
- Taster -S1, -S2, -S3: antippen hält den Taster gedrückt, nochmals antippen lässt ihn los – so lassen sich zwei Taster gleichzeitig drücken.
- NOT-HALT -S0: einmal tippen drückt ihn, noch einmal tippen entriegelt ihn.
- Handhilfsbetätigung (Übung 1 und 2, nach NOT-HALT): auf eine Spule am Ventil tippen und halten.
- Blech: auf den Tisch tippen legt ein Blech ein oder nimmt es heraus.
- Unten: Vorführen spielt die gewählte Übung ab, Zeitlupe läuft mit einem Viertel der Geschwindigkeit, Grundstellung setzt die Anlage zurück, SPS anzeigen blendet die Ein- und Ausgänge der SPS ein. Pneumatik zeigen blendet Ventile, Schläuche und Kolben ein und aus, der Regler stellt die Drossel für das Ausfahren ein.
Gut zu wissen
Die Kennzeichnung folgt IEC 81346-2, die alte Bezeichnung steht in Klammern (-MM1 = 1A1, -BG11 = 1S1, -MB11 = 1M1). Die Zweihandbedienung schützt nur die Hände des Bedieners. Für eine echte Maschine braucht sie ein Zweihandrelais nach EN ISO 13851, die SPS allein reicht nicht. Die Simulation bildet die Bedingungen von Typ III nach: beide Taster innerhalb von 0,5 s betätigen, nach dem Loslassen eines Tasters erst nach dem Loslassen beider neu starten.

